Knossos

Knossos ist die wichtigste archäologische Ausgrabungsstätte auf der griechischen Insel Kreta.

Entdeckung von Knossos

Entdeckt wurde Knossos von dem wohlhabenden kretischen Kaufmann und Hobby-Archäologen Minos Kalokairinos im Jahr 1878. Er legte auch einige Räume frei. Der Archäologe Wilhelm Dörpfeld hat zusammen mit dem mecklenburger Kaufmann und Troja-Entdecker Heinricht Schliemann 1886 Knossos besucht. Dörpfeld wollte das Ausgrabungsfeld erwerben, scheiterte jedoch an dem Preis.

Im Jahr 1894 kam Sir Arthur Evans erstmals nach Kreta und konnte im Jahr 1900 das Grundstück kaufen. Knossos - Sir Arthur EvansEr war Ethnologe und Zeitungskorrespondent und Hobby-Archäologe. Am 23.3.1900 begann er mit den Ausgrabungen von Knossos, die bis ins Jahr 1914 dauerten. Er besaß selbst genügend Geld um die Ausgrabungen durchzuführen. Es beteiligte sich finanziell aber ebenfalls die neu gegründete „Cretan Explorations Fund-Stiftung“.

Palast

Knossos - großes Treppenhaus des PalastesDie Ausgrabungen von Knossos sind eine minoische Palastanlage mit bis zu fünf Stockwerken. Es sind 800 Zimmer nachweisbar. Es sollen aber mindestens 1200 Zimmer gewesen sein.
Während des Bestehens sind keine Befstigungsmauer nachweisbar. Zentral gelegen gibt es einen rechteckigen Zentralhof mit 53 mal 28 Metern. Viele Gänge und Flure führen labyrintartig in diesen Hof. Im Palast gab es sogar Warmwasserheizung und Sitzbadewannen. Selbst Klosetts mit Wasserspülung wurden zum Beispiel im Megaron der Königin gefunden. Regenwasser wurde durch Röhren geleitet und in Zisternen aufgefangen.

Thronsaal des Königs Minos

Knossos - ThronsaalDer Thronsaal mit seinen Ausschmückungen und Fresken ist beeindruckend. An den Wänden wurden Tiere aus Löwe und Adler als Fresken gemahlt. Die Deutung des Throns des Königs Minos, der im Mythos als weiser Richter und Gesetzgeber erscheint, war der Grund dafür, dass eine Kopie als Sitz des Vorsitzenden des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag dient.

Wideraufbau des Palastes von Knossos

Der Palast wurde wahrscheinlich in der Zeit von 2100 bis 1800 vor Christus an einem bereits vor 4000 vor Chistus besiedelten Ort errichtet.

Sir Arthur Evans begann mit hohem finanziellem Aufwand den Palast wieder aufzubauen. Aus heutiger wissenscahftlicher Sicht eine Katastrophe, jedoch für die heutigen Besucher bietet sich eine besondere Ansicht des Palastes. Wir haben bisher in noch keiner anderen archäologischen Ausgrabung solche wieder aufgebauten Gebäude sehen.

Es ist in Knossos damit mehr zu sehen als in den drei anderen Ausgrabungsstätten auf Kreta (Phestos, Malia und dem Palast Kato Zakros)

Eintritt und Führungen

Der Eintrittspreis lag 2017 bei 15,00 Euro. Es gab noch ein besondes Ticket in Komination mit dem archäologischem Museeum in Heraklion. In diesem Preis ist keine Führung enthalten. Es gibt jedoch auch Führungen in Deutsch. Knossos - EingangWir haben eine Führung gebucht und können es nur jedem empfehlen. Ohne diese Erläuterungen sind der Palast von Knossos, die Funktionen der Räume und die geschichtlichen Zusammenhänge nur Bruchstückhaft zu verstehen.

Fotografieren ist unproblematisch möglich und war auf unsere Nachfrage nicht eingeschränkt.

Anfahrt

Der Ausgräbungstätte des Palast von Knossos liegt wenige Kilometer außerhalb der Hauptstadt Heraklion.


Tipp: Ein Besuch von Knossos sollte man, wenn möglich, außerhalb der Hochsaison machen oder an einem Tag mit bedecktem Himmel. Auf der Anlage gibt es kaum Schatten. Knossos - DelphinfreskoDaher unbedingt ausreichend Wasser mitnehmen. Für eine Besichtigung mit Führung sollte man sich schon zwei Stunden Zeit nehmen.


Knossos ist mit dem Stadtbus Linie 2 als Endhaltestelle vom Busbahnhof Heraklion zu erreichen.

Die Tavernen um die Anlage sind erher mittelmäßig.

Man kann den Ausflug nach Knossos auch als Tagesausflug vom Hotel buchen. Jedoch ist es kein Problem mit Mietwagen und deutscher Führung auf der Anlage seinen Ausflug selbst zu organisieren.

Fazit: Knossos ist eine sehenswerte archäologische Ausgrabung, da hier durch die Nachbeuten viel mehr als bei anderen Ausgrabungen zu sehen und nachzuerleben ist.

Bildergalerie Knossos (zum Vergrößern klicken und blättern):

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