Affinity Photo

Was geht mit Affinity Photo?

Die Programme Photoshop, GIMP und Affinity-Photo zu vergleichen ist sicher nicht glücklich. Aber wer kein Abo-Modell möchte, wie das bei mir der Fall ist, für den fällt schon mal Photoshop raus. Mit Gimp hab ich mich lange beschäftigt und es kommt mir immer noch wie am ersten Tag etwas hakelig vor. Die Funkionen sind nicht immer logisch aufgebaut und zu finden. Einzelne Werkzeuge haben eine inkonsequente oder abweichende Bedienung im Vergleich zu anderen Werkzeugen. Kurz mit GIMP werde ich nicht richtig warm.

Ganz anders war das beim ersten Start von Affinity-Photo. Ich hab eine aufgeräumte intuitiv zu bedienende Oberfläche vorgefunden. Ich muss dazu sagen, ich habe bisher noch nicht wirklich mit Photoshop gearbeitet. Für Umsteiger sollen jedoch auch größtenteils die Tastenkombinationen passen. Zusätzlich kann man in Affinity-Photo natürlich die Tastenkombinationen anpassen. Alles läßt sich auch gut auf den Ausgangszustand zurück setzen.

Bildschirmfoto-2019-03-20-um-22.07.59Oberfläche

Insgesamt läßt sich die Oberfläche an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Am Mac kann sogar ein „Modularer Modus“ genutzt werden. Alle Bildfenster, Studios und sonstige Fenster werden einzeln auf dem Bildschirm angezeigt. Auch ein zweiter Bildschirm wird damit unterstützt. Außerdem gibt es die Funktion des fliegenden Bildfensters, in dem das eigentliche Bild aus dem Programm gezogen werden kann.

 

Die Werkzeugen und Studios sind auf der Website und in der Hilfe des Programm übersichtlich beschrieben. Auf Vimeo gibt es auch viele Videos zur Bedienung des Programms, allerdings leider nur auf Englisch.

Ich hab mich gleich an einige Aufgaben gemacht, die bei mir häufiger vorkommen:

RAW-Bearbeitung, dazu gibt es in Affinity-Photo eine eigene Persona
Himmel Ersetzen
Tild-Shift nachträglich einfügen
partielles Schärfen
Reparaturpinsel einsetzen

Alle diese Funktionen waren einfach umzusetzen.

Katalogfunktion

Leider hat Affinity-Photo keine Katalogfunktion. Etwas versteckt findet man einen Medienbrowser. Dieser ist allerdings viel zu langsam und daher nicht zu gebrauchen. Ich suche schon lange einen Ersatz für meinen Bilderkatalog, den ich bisher immer noch in der Kaufversion von Lightroom führe. Öffnen kann Bildschirmfoto-2019-03-20-um-21.36.37man seine Bilder jedoch in Affinity-Photo direkt aus Lightroom. Ebenso aus der Fotos-App von macOS. Es ist auch möglich einige Funktionen, wie zum Beispiel die Dunst-Entfernen-Funktion, von Affinity-Photo direkt in der Fotos-App als Erweiterung zu nutzen.

In Affinity-Photo sind sehr gute Vektorfunktionen integriert, Wer jedoch ausschließlich mit Vektorgrafiken arbeitet ist bei Affinity-Designer besser aufgehoben. Er bietet das gleiche Bedienkonzept und lässt wiederum pixelbasierte Grafikbearbeitung zu.

Es lassen isch alle gängigen Foto-Datei-Formate öffnen. Auch Photoshop-Dateien lassen öffnen und auch wieder als Photoshop-Datei abspeichern. Natürlich bietet Affinity-Photo ein eigenes Speicherformat mit allen Bearbeitungen als extra Datei an.

Ich kann gar nicht alle Funktionen hier erwähnen. Einige mir wichtige möchte ich jedoch noch erwähnen:

– CC-Farbprofile
– LUT Im- und Export

Eine vollständige Liste der Funktionen findet ihr Direkt auf den Seiten von Serie. Es gibt noch viel zu entdecken.

Plugins

Es können zum Beispiel die Google Nik Collection Programm als Plug-In in Affinity-Photo installiert werden. Auch andere Plug-ins lassen sich installieren. Die Zusammenarbeit klappt gut.

Beta zu Version 1.7

Ich arbeite seit kurzem mit Affinity Photo (Version 1.6.7) und bin von dem Programm begeistert. Jetzt steht bereits die Version 1.7. als BETA zum testen zur Verfügung. Viele Neuerungen sind angekündigt. Der Hersteller Serif kümmert sich in der neuen Version auch um die Geschwindigkeit die aus meiner Erfahrung bereits jetzt gut ist.

Es gibt Veränderungen an den Filtern, am RAW-Prozess und an den Pinseln.Teilweise wurden die Bearbeitungsebenen und Werkzeuge neu programmiert.

Es sollen externe GPUs am MAC unterstützt werden und auch optisch tut sich etwas. Die Icons werden ebenfalls überarbeitet.

Download Testversion

Eine Testversion von Affinity-Photo für Desktop könnt ihr euch von der Website laden. Ein super Detail noch zum Schluss. Affinity-Photo gibt es auch für Windows und auch für das iPad. Dies hab ich aber bisher nicht getestet. Falls ihr Erfahrung damit habt – schreibt mir einen Kommentar!

Ebenfalls in der Beta-Version ist Affinity-Publisher, ein Layoutprogramm. Diese teste ich derzeit auch.

Und noch etwas: Affinity-Photo hat für die Funktionsvielfalt einen super Preis.

Das Einzige was mir wirklich fehlt ist eine gute Dateiverwaltungs- oder Datenbankfunktion um Fotos zu verwalten. Das wünschen sich viele Profi- aber auch Hobbyfotografen dringend. Wenn man ein paar Jahre fotografiert entstehen nun mal einige Tausend Bilder. Um diese wieder zu finden oder Projekte in temporären Gruppen zu verwalten ist eine Katalogfunktion unabdingbar.

Ich glaube Affinity ist mit seinen drei Programmen erwachsen geworden. Schreibt mir eure Erfahrungen mit Affinity-Photo. Ich bin gespannt.

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